Mission Statement

Der Stellenwert der Kulturlandschaft hat in der Regionalentwicklung in den letzten Jahren zugenommen, zum Beispiel im Tourismus oder in der Standortpolitik. Der Faktor "Landschaft" wird in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Gegenwärtig erleben wir weitreichende Veränderungen in der Kulturlandschaft, und es ist absehbar, daß dieser Wandel noch nicht zu Ende ist. Im Gegenteil: die Veränderungsspirale dreht sich immer schneller.

Die Zusammenhänge zwischen raumstrukturellen Veränderungen und Kulturlandschaftswandel werden in der Regionalentwicklungspolitk nicht ausreichend berücksichtigt, deshalb führen europäische und nationale Programme und Projekte manchmal zu nachteiligen Veränderungen in der Kulturlandschaft.

"In den letzten 5 Jahren hat die politische Bedeutung des Themas "Landschaft" in der Europäischen Union stetig zugenommen. Obwohl Landschaft auf europäischer Ebene gesetzlich nicht verankert ist, bringen sowohl die Wissenschaft als auch die Politik dem Thema mehr und mehr Interesse entgegen. Wie kein anderer Gegenstand erschließt der Zugang über die Landschaft ganzheitliche Instrumente für die Planung und Beurteilung der Schnittstellen zwischen Natur und Kultur. Deshalb können wir die Landschaft – als Schnittstelle zwischen Mensch und Natur als das Herzstück der Nachhaltigkeit bezeichnen". (European Centre for Nature Conservation, 2000, eigene Übersetzung).

Mit dem Europäischen Raumentwicklungskonzept (EUREK) will die Europäische Kommission zu einer räumlich ausgewogenen und nachhaltigen Entwicklung in Europa beitragen. REGALP baut auf dieser Entwicklungsstrategie ebenso auf wie auf den Zielen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), in der die Kulturlandschaft zukünftig eine wichtige Rolle spielen soll.

Im Forschungsprojekt REGALP verknüpfen wir Top Down und Bottom Up - Zugänge: in ausgewählten Pilotregionen im Alpenraum erarbeiten wir gemeinsam mit lokalen Akteuren Entwicklungsstrategien für die Zukunft.



Schoppernau, Österreich